Irmela Wiemann. Adoption, Pflegekinder, Biografiearbeit – Seminarunterlagen

Sie finden hier Arbeitspapiere und Seminarunterlagen, die ich in meinen Seminaren zu den Themenbereichen Adoption, Pflegekinder und Biografiearbeit benutze.

Einzelne Folien und Schaubilder biete ich hier nicht mehr an. Aktuelle Versionen davon finden Sie in den Präsentationen, die Sie über die Seite Vorträge erreichen können.

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Allgemeine Unterlagen


Zusammenleben mit seelisch verletzten Kindern

Nachdruck einer älteren Fassung in mittendrin, Zeitschrift des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder e.V., Papenburg, Hefte 5/2005 bis 2/2006

Frühe Deprivation (Entzug, Mangel), Trennungserfahrungen und traumatische Erlebnisse wirken lebenslang auf Menschen und beeinflussen ihr Bindungs-, Leistungs- und Sozialverhalten. Auch Kinder, die früh (z. B. mit einem Jahr) in eine Familie oder familienähnliche Lebensform vermittelt werden, sind oftmals durch frühe Traumatisierung (manchmal schon im Mutterleib) oder Deprivation geprägt. Das Zusammenleben kann auch mit diesen Kindern im Lauf der Jahre schwer werden. Dennoch gilt grundsätzlich die Regel: Je älter das Kind bei seiner Unterbringung, desto mehr Einfluss haben verschiedene typische Faktoren auf das Zusammenleben. ...

Geschwister


Geschwisterbeziehungen bei fremdplatzierten Kindern und Jugendlichen

Geschwisterbeziehungen – Bedeutung und Entwicklung
Ob wir mit Geschwistern aufgewachsen sind oder als Einzelkind, welche Position wir in der Geschwisterreihe haben, ob wir Schwestern oder Brüder haben, welche Rollenverteilungen es zwischen uns und unseren Geschwistern gab, das alles prägt uns für ein ganzes Leben. Der Verlust durch Trennung oder Tod eines Geschwisters trifft Menschen existentiell.
Geschwister teilen dieselben Eltern, dieselbe Wohnung, besitzen ähnliche Dinge, wie Möbel, Kleidung, Spielzeug. »Allein aufgrund des Geschwisterstatus besteht und erhält sich ihre Beziehung. Diese Besonderheiten zusammengenommen tragen sehr wahrscheinlich dazu bei, dass sich Geschwisterbeziehungen von allen anderen sozialen Beziehungen, Freundschaften, Bekanntschaften, Liebensbeziehungen, Eltern-Kind-Beziehungen unterscheiden. In mancher Hinsicht verlaufen sie unreflektierter, automatischer, und erweisen sich als urwüchsiger, enger, tiefer und spontaner als die vorangehend aufgeführten Sozialbeziehungen.« (Kasten 1998, S. 101) ...

Verwandtenpflege


Verwandtenpflege als Hilfe zur Erziehung nach § 33 SGB VIII

Ausführungen aus psychologischer Sicht für das Sozialpädagogische Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg
(Februar 2010)
Nachdruck in PFAD AKTUELL 03/2017, Aichach

Inhaltsverzeichnis
Vorbemerkung
Verwandtenpflege – weltweit die häufigste Pflegeform.
Formale Rahmenbedingungen der Verwandtenpflege
Nachvollzüge
Verwandtenpflege und Fremdpflege im Vergleich
Anlass der Maßnahme
Motivation
Erwartungen an das Kind
Kontakte zu den leiblichen Eltern
Haltung zu den Eltern des Kindes
Rolle und Status
Sozialer und ökonomischer Hintergrund
Ressourcen in der Verwandtenpflege
Kontinuität
Nähe zu den Wurzeln und zur Lebensgeschichte
Risikofaktoren in der Verwandtenpflege
Spannungen zwischen leiblichen Eltern und Jeden-Tag-Familie
Der Loyalitätskonflikt
Der Identitätskonflikt
Das innere Bild, das Kinder von ihren Eltern in sich tragen
Die Mehrgenerationenperspektive in der Verwandtenpflege
Rollenwechsel
Alter, psychische Energie, Erschöpfung
Tabus und Familiengeheimnisse
Themen in der Beratung von Verwandten als Pflegeeltern
Befriedigung des erzieherischen Bedarfs des jungen Menschen:
Verständnis und Akzeptanz gegenüber den leiblichen Eltern
Anteile und Verantwortlichkeiten am konflikthaften Geschehen
Hinweise für Fachkräfte, um den Zugang zu den Verwandten, die ein Kind pflegen, zu erleichtern
Ergänzende Hilfen und Unterstützung für die Kinder
Spezifische Angebote für Verwandte, die ein Kind aufgenommen haben
Ausblick
Literaturhinweise


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