Der Verein tipiti und die Schweizerische Fachstelle für Adoption bieten an:
10-tägiges Seminar (Grundkurs) für Fachleute,
Pflege-
und Adoptiveltern mit Irmela Wiemann
Der Grundkurs hat schon stattgefunden. Diese Seite dient lediglich der Information.
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Biografiearbeit |
Biografiearbeit ist eine wirkungsvolle und strukturierte Methode, Kindern
und Jugendlichen bei der Rekonstruktion ihrer Vergangenheit zu helfen.
Das Erarbeiten der Biografie gibt den Kindern zumindest symbolisch ihre
Geschichte, ihr Land, frühere Lebensorte, verlorene Familienmitglieder
oder Vorfahren zurück. Kinder lernen, Klarheit über sich selbst, ihre
früheren und ihre aktuellen Lebenszusammenhänge zu gewinnen.
Biografiearbeit hilft, so manches innere Chaos zu ordnen. Sie beantwortet
schmerzliche Fragen und ordnet das Gefühlsdurcheinander.
Biografiearbeit kann schwierige Lebensereignisse nicht mildern. Sie kann
aber als Arbeits-Methode dem Kind und dem Erwachsenen das Gespräch
darüber erleichtern und die Bewältigung unterstützen. |
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Zielgruppe |
Das Seminar richtet sich an Mitarbeitende Sozialer Institutionen im
Kinder-
und
Jugendbereich (SozialpädagogInnen in Heimen; Fachkräfte in
Jugendämtern, die mit Scheidungskindern, Flüchtlingskindern arbeiten;
TherapeutInnen) sowie an BegleiterInnen von
Pflege-
oder Adoptiveltern
und an (professionelle)
Pflege-
und Adoptiveltern. |
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Kursleitung |
Irmela Wiemann, Diplom-Psychologin, Mitarbeiterin
Kinder-,
Jugend-
und Elternberatung der Stadt
Frankfurt a. M.,
Fachbuchautorin, Seminarleiterin |
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Dauer |
10 Seminartage vom 24. September 2008 bis 12. September 2009
in 3 Teilen à 4, 3 und 3 Tagen |
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Ort |
Herzberg, Haus für Bildung und Begegnung, CH-5025 Asp ob Aarau |
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Kosten |
Kurskosten: Fr. 2'000.– |
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Kontakt |
Schweizerische Fachstelle für Adoption |
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Anmeldefrist |
31. Mai 2008 |
Besonders hilfreich ist Biografiearbeit für Kinder und Jugendliche, die von einschneidenden
Lebensereignissen betroffen sind wie Verlust von Bezugspersonen, Migration, Fremdplatzierung
in eine
Pflege-
oder Adoptivfamilie oder in ein Heim.
Darüber hinaus eignet sie sich für Kinder, die in belasteten Familienverhältnissen aufwachsen,
deren Eltern physisch oder psychisch krank sind,
Drogen-
oder Alkoholprobleme haben oder mit
dem Gesetz in Konflikt geraten sind.
Biografiearbeit eignet sich aber auch für alle anderen Kinder. Denn in jedem Leben gibt es
besondere Ereignisse: Geburt von Geschwistern, Wohnortswechsel, Schulbeginn,
Trennungs-
und
Scheidungskonflikte der Eltern, Tod in der Verwandtschaft, Krankenhausaufenthalte,
etc.
Auch gibt es für jedes Kind Fragen der Identitätsklärung: Wem in meiner Familie sehe ich
ähnlich? Von wem habe ich welche Eigenschaften «geerbt»? Von wem habe ich bestimmte
Gewohnheiten übernommen? Worin unterscheide ich mich von anderen? Auch Fragen zur
Geschlechtsrollenidentität – Mädchen sein, Junge sein – sind Themen in der Biografiearbeit.
Die innere Haltung des Erwachsenen, der mit dem Kind arbeitet, ist entscheidend in der
Biografiearbeit. Wir werden neben den konkreten Techniken immer wieder an einer konstruktiven
Einstellung arbeiten, die von Verstehen, Einfühlung in das Kind und Toleranz gegenüber der
Situation seiner Familie geprägt ist.
Wichtig in der Praxis der Biografiearbeit ist zum einen der Prozess: das Erarbeiten, Zusammentragen
und Besprechen bestimmter Ereignisse mit einem nahestehenden Erwachsenen.
Zum anderen ein konkretes Ergebnis, das immer wieder angefasst und angeschaut werden
kann. Eine Dokumentation, ein Produkt soll entstehen: ein Lebensbuch, ein Schnellhefter mit
Urkunden, Fotos, gemalten Bildern, ein Lebensbrief, ein Videoband, eine Hörkassette,
Grafiken, Zeittafeln, Chroniken, ein Genogramm, Landkarten
u.v.a.m.
Gesprochene Worte gehen wieder verloren, werden umgedeutet oder vergessen. Deshalb ist
die Dokumentation so bedeutsam. Die Lebensbeschreibung befasst sich zudem mit den
wichtigen Menschen des Lebens: Vater, Mutter, Geschwister, Halbgeschwister, die aus
anderen Partnerschaften der Eltern hervorgegangen sind, Großeltern, Tanten und Onkel,
wichtige soziale Beziehungen
z.B.
im Kindergarten, frühere Schulen, Freundinnen und
Freunde, Lehrerinnen und Lehrer. Von grossem Gewicht sind auch das Land, dessen Kultur,
der Wohnort, die Straßen früherer Wohnungen
etc.
Biografiearbeit hat immer auch die aktuelle, gegenwärtige Beschreibung des Kindes und seine Erlebnisse und Erfahrungen zum Inhalt: sein Aussehen, seine Vorlieben, seine Stärken und Schwächen, seine Hobbies, Gesundheit und Krankheit, Einschlafen und Aufwachen, ein Tag oder eine Woche im aktuellen Leben. Thema sind auch die Gefühle des Kindes: Worüber bist du besonders froh? Worüber ärgerst du dich? Gegen Ende des Lebensbuches werden auch Aspekte der Zukunft angeschaut: Was wird aus mir? Wie möchte ich einmal leben?
In den drei Kursblöcken werden Techniken der Biografiearbeit vermittelt und Übungen
vorgestellt. Und es wird an den inneren Haltungen der Seminarteilnehmenden gearbeitet.
Während im ersten Teil Methoden der Biografiearbeit für alle Kinder und Jugendlichen vorgestellt
werden, bilden im zweiten und dritten Teil besonders schwierige Lebenssituationen den
Seminarschwerpunkt.
Die Zeit zwischen dem ersten und den weiteren Kursteilen soll genutzt werden, konkrete
Erfahrungen in der Biografiearbeit zu sammeln. Zum einen werden Hausaufgaben und
Übungen für die eigene Rekonstruktion der Vergangenheit der Teilnehmenden angeregt. Zum
anderen soll mit mindestens einem Kind oder Jugendlichen praktisch gearbeitet werden. Es
können Praxisgruppen gebildet werden, die sich einmal im Monat treffen, sich gegenseitig
beraten und unterstützen.
Im zweiten und dritten Teil gibt es Raum und Gelegenheit, inzwischen entstandene Fragen,
konkrete Erfahrungen und Schwierigkeiten einzubringen und zu klären.
Sollte das Anliegen der Kursteilnehmerinnen und
-teilnehmer
nach Vertiefung der Biografiearbeit
bestehen, wird ein
Fortsetzungs-
und Vertiefungskurs zur Biografiearbeit mit Kindern und
Jugendlichen angeboten. Hier können inzwischen gemachte Erfahrungen ausgewertet und
bearbeitet werden. Schwerpunkt wird in erster Linie der Umgang mit besonders schmerzlichen
Themen und der Umgang mit Tabus und Geheimnissen in der Biografiearbeit sein. Die
Teilnehmenden können konkrete Beispiele einbringen und geeignete Schritte erarbeiten.
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Birgit Lattschar, |
Mädchen und Jungen entdecken ihre Geschichte – Grundlagen und Praxis der Biografiearbeit |
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Tony Ryan, Roger Walker |
Wo gehöre ich hin? – Biografiearbeit mit Kindern und Jugendlichen |
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Irmela Wiemann |
Wie viel Wahrheit braucht mein Kind? |
Irmela Wiemann, Diplom-Psychologin, Familientherapeutin, langjährige Mitarbeiterin in der Kinder-Jugend-Eltern-Beratung. Spezialisierung auf Beratung und Therapie von
Pflege-,
Adoptiv-
und Herkunftsfamilien, Fortbildungsveranstaltungen für Fachkräfte in
Adoptions-
und Pflegekinderdiensten, sozialen Diensten und Fachkräfte in der Heimerziehung.
Institutions-
und Praxisberatung. Autorin verschiedener Fachbücher und Artikel.
Weitere Informationen über die Kursleiterin finden Sie unter:
http://www.irmelawiemann.de
Der Verein tipiti (vormals
VHPG)
begleitet seit 1975 Pflegekinder, früher in heilpädagogischen
Grossfamilien, heute in begleiteten Pflegefamilien. In fünf Kleingruppenschulen werden Kinder
gezielt gefördert. Bildung für Pflegeeltern ist ein weiteres Angebot. Schwerpunkt ist dabei der
Ausbildungskurs für die qualifizierte Erziehung von Pflegekindern.
Tipiti Bildung für Pflegeeltern: Franziska Frohofer, +41 71 923 27 92,
franziska.frohofer@tipiti.ch
Weitere Infos über tipiti und seine
(Weiterbildungs-)Angebote
finden sie unter:
www.tipiti.ch
Die Schweizerische Fachstelle für Adoption (SFA) wurde 1997 nach einem Zusammenschluss
zweier etablierter Adoptionsberatungsstellen gegründet. Seit 2003 ist die SFA ein gemeinnütziger
Verein mit folgendem Dienstleistungsangebot:
Weitere Informationen zum Angebot der SFA finden Sie unter:
http://www.adoption.ch
Termine
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1. Teil: 24.–27. Sept. 2008 (4 Tage) |
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Seminarzeiten
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1. Tag: 10:00 – 12:00 Uhr, 14:30 – 18:00 Uhr, Begrüssungskaffee: 09:30 – 10:00 Uhr |
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Gruppe
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24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer |
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Ort
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Herzberg, Haus für Bildung und Begegnung, CH-5025 Asp ob Aarau, http://www.herzberg.org |
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Kosten
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Seminarkosten: Fr. 2'000.–, zahlbar in 3 Raten jeweils 1 Monat vor
Kursbeginn |
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Anmeldung
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Schweizerische Fachstelle für Adoption |
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Das Kleingedruckte
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Ein Rücktritt bis 31.05.2008 hat keine Kostenfolge. Bei einem späteren
Rücktritt sind 50% der gesamten Kurskosten von Fr. 2’000.– zu bezahlen.
Bei Rücktritt innerhalb eines Monats vor Kursbeginn sind die gesamten
Kurskosten zu bezahlen, ausser es wird ein Ersatzteilnehmer gestellt.
Die Rücktrittsbedingungen für die Verpflegung und Übernachtung sind unter
http://www.herzberg.org
z.B.
bei
ELVIA. |
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Privatadresse |
Geschäftsadresse |
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Privatadresse |
Geschäftsadresse |
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Einzelzimmer |
Doppelzimmer |
nur Mahlzeiten |
Preise: Fr. 731.- bis Fr. 1'081.- je nach Zimmer. Zimmerwünsche werden nach
Eingang der Anmeldungen berücksichtigt. Bitte beiliegendes Anmeldeformular
für Herzberg ebenfalls ausfüllen und ebenfalls an die Schweizerische Fachstelle
für Adoption senden.
Die Teilnehmenden begleichen Verpflegung und Unterkunft direkt mit dem Seminarhotel.
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Anmeldung bitte senden an:
Schweizerische Fachstelle für Adoption
Hofwiesenstr. 3, Postfach 340, CH-8042 Zürich